Download Prolog: Der zerbrochene Pfeil

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ist durcheinander. Sehr gut, vielleicht gewinnen wir doch noch die Oberhand.«
»Gut?« fragte der CINC-SAC. »Ist Ihnen klar, daß dieser Mensch zwar Angst hat,
aber auch eine ganze Menge Raketen? Ich interpretiere das anders, Dr. Elliot. Ich habe
den Eindruck, daß er zornig ist und uns unsere Anfragen glatt wieder auftischt.«
»Wie meinen Sie das, General?«
»Er sagt, er sei über unseren Alarmzustand informiert. Gut, das überrascht mich
nicht, aber er betont auch, daß unsere Waffen auf ihn zielen. Er beschuldigt uns nun,
ihn zu bedrohen - mit Kernwaffen, Mr. President. Und das halte ich für wichtiger als
diesen Kleinkram in Berlin.«
»Dem stimme ich zu«, erklärte General Borstein. »Er versucht, uns mit Gepolter
einzuschüchtern. Wir fragen nach ein paar abgeschossenen Flugzeugen, aber er
serviert uns das.«
Fowler stellte wieder die Verbindung zur CIA her. »Ryan, haben Sie die letzte
Nachricht gelesen?«
»Jawohl, Sir.«
»Was halten Sie von Narmonows geistiger Verfassung?«
»Im
Augenblick
ist
er
ein
bißchen
aufgebracht,
und
unsere
Verteidigungsbereitschaft macht ihm Sorgen. Er versucht wohl, einen Ausweg aus der
Sackgasse zu finden.«
»Ich sehe das anders. Der Mann ist durcheinander.«
»Wer ist das nicht?« fragte Jack. »Natürlich ist er durcheinander. Geht uns das nicht
allen so?«
»Ryan, wir haben die Lage hier im Griff.«
»Das Gegenteil habe ich nie behauptet, Liz«, versetzte Jack und verkniff sich, was
er wirklich sagen wollte. »Die Situation ist ernst, und er ist über sie so besorgt wie
wir. Wie alle Beteiligten versucht er herauszufinden, was eigentlich passiert. Der
Haken ist nur, daß niemand so richtig Bescheid weiß.«
»Und wessen Schuld ist das?« fragte Fowler gereizt. »Das ist schließlich Ihre
Aufgabe.«
»Jawohl, Mr. President, und wir arbeiten an dem Fall. Viele Leute geben sich die
beste Mühe.«
»Robert, klingt dieser Mann wie Narmonow? Sie kennen ihn doch, haben Zeit mit
ihm verbracht.«
»Das kann ich wirklich nicht sagen, Elizabeth.«
»Die einzig plausible Erklärung...«
»Liz, wer sagt denn, daß es hier mit Logik zugehen muß?« fragte Ryan.
»General Borstein, die Waffe hatte eine hohe Sprengleistung, nicht wahr?«
»Ja, das zeigten unsere Instrumente an.«
»Wer verfügt über so starke Bomben?«
»Wir, die Russen, die Briten und Franzosen. Vielleicht hat China solche Waffen,
aber das bezweifeln wir; sie wären klotzig und primitiv. Israel besitzt Gefechtsköpfe
dieses Kalibers. Indien, Pakistan und Südafrika haben Fusionswaffen, aber nicht in
dieser Größenordnung.«
»Ryan, ist diese Information korrekt?« fragte Liz Elliot.
»Jawohl.«
»Großbritannien, Frankreich und Israel scheiden aus. Wer steckt also dahinter?«
»Verflucht noch mal, Liz, das wissen wir nicht! Wir spielen hier keinen SherlockHolmes-Krimi durch. Kombiniere dies, eliminiere das; dabei erfahren wir nicht, wer
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