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4.1 Anforderungen
4.1.1
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Anforderungsliste
[Pah-07] definiert für eine strukturierte Anforderungsliste eine Leitlinie mit 17 Hauptmerkmalen. Diese lauten Energie, Ergonomie, Fertigung, Gebrauch, Geometrie, Kinematik, Kontrolle, Kosten, Kräfte, Montage, Recycling, Sicherheit, Signale, Stoff, Termin, Transport und
Wartung. Nicht jedes dieser Kriterien ist für die Entwicklung von Prüfsystemkonzepten von
nennenswerter Bedeutung, die elementaren Begriffe sind in Tabelle 2 aufgeführt und in zwei
Stufen durch detaillierte selbsterkannte Merkmale differenziert. Das Erkennen aller relevanten Anforderungen und die daran anschließende Entwicklung von konkreten Lösungen verlangen intensive Überlegungen und zweckmäßige Ideen, die häufig spontan entstehen und
nicht auf Knopfdruck abrufbar sind. Sehr hilfreich für diesen Prozess sind Diskussionen im
Kollegenkreis, Fachbeiträge, Vorschriften, Vorbilder in der Natur, vorhandene Lösungen für
vergleichbare Probleme, Experimente und besonders die eigenen Erfahrungen. In der Praxis
hat sich beispielsweise die Vorgehensweise Brainstorming bewährt.
Jede Präzision einer Anforderung ist in der vierten Spalte der Tabelle 2 mit dem Attribut Forderung oder Wunsch versehen. Forderungen sind zwingend zu erfüllen, ansonsten ist die Gesamtlösung keinesfalls akzeptabel. Wünsche hingegen sollten nach Möglichkeit berücksichtigt werden, sofern zwischen Kosten und Nutzen ein positives Verhältnis besteht. Allgemein
gilt, dass sich Anforderungen nicht gegenseitig ausschließen dürfen.
Hauptmerkmal
Energie
Vertiefung
Energieeinleitung
Mensch – Maschine –
Ergonomie
Schnittstelle
Funktionalität
Gebrauch
Flexibilität
Effizienz
Geometrie
Kinematik
Kontrolle
Kosten
Reichweite
Bewegungsart
Geschwindigkeit und
Beschleunigung
Dokumentation
Benachrichtigungsdienst
Anschaffung
Betrieb
Präzision
Realitätsnahe Belastungen
Intuitive Bedien- und Erlernbarkeit
Optimaler Abstraktionsgrad
Einsatz unter extremen Umweltbedingungen
Realitätsnahe Testumgebung
Unabhängigkeit vom Fahrzeughersteller
Unabhängigkeit von der Fahrzeugklasse
Unabhängigkeit von der Prüflingsausstattung
Unabhängigkeit vom Entwicklungsstand
Ortsveränderliche Verwendbarkeit
Individuelle Gestaltung von Prüfabfolgen
Durchführung einer zeitgerafften Erprobung
Maximaler Erkenntnisgewinn
Kurzfristiger Aufbau und Inbetriebnahme
Überbrückung der erforderlichen Distanzen
Flexible Bewegungsabläufe
Umsetzbarkeit der vorgeschriebenen Werte
Lastreserven
Kontinuierliche Messdatenaufzeichnung
Lückenlose Protokollierung der Ereignisse
Unverzügliche Übermittlung von Störungen
Überschaubare Investitionskosten
Minimale Betriebskosten
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