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4.1 Anforderungen 4.1.1 63 Anforderungsliste [Pah-07] definiert für eine strukturierte Anforderungsliste eine Leitlinie mit 17 Hauptmerkmalen. Diese lauten Energie, Ergonomie, Fertigung, Gebrauch, Geometrie, Kinematik, Kontrolle, Kosten, Kräfte, Montage, Recycling, Sicherheit, Signale, Stoff, Termin, Transport und Wartung. Nicht jedes dieser Kriterien ist für die Entwicklung von Prüfsystemkonzepten von nennenswerter Bedeutung, die elementaren Begriffe sind in Tabelle 2 aufgeführt und in zwei Stufen durch detaillierte selbsterkannte Merkmale differenziert. Das Erkennen aller relevanten Anforderungen und die daran anschließende Entwicklung von konkreten Lösungen verlangen intensive Überlegungen und zweckmäßige Ideen, die häufig spontan entstehen und nicht auf Knopfdruck abrufbar sind. Sehr hilfreich für diesen Prozess sind Diskussionen im Kollegenkreis, Fachbeiträge, Vorschriften, Vorbilder in der Natur, vorhandene Lösungen für vergleichbare Probleme, Experimente und besonders die eigenen Erfahrungen. In der Praxis hat sich beispielsweise die Vorgehensweise Brainstorming bewährt. Jede Präzision einer Anforderung ist in der vierten Spalte der Tabelle 2 mit dem Attribut Forderung oder Wunsch versehen. Forderungen sind zwingend zu erfüllen, ansonsten ist die Gesamtlösung keinesfalls akzeptabel. Wünsche hingegen sollten nach Möglichkeit berücksichtigt werden, sofern zwischen Kosten und Nutzen ein positives Verhältnis besteht. Allgemein gilt, dass sich Anforderungen nicht gegenseitig ausschließen dürfen. Hauptmerkmal Energie Vertiefung Energieeinleitung Mensch – Maschine – Ergonomie Schnittstelle Funktionalität Gebrauch Flexibilität Effizienz Geometrie Kinematik Kontrolle Kosten Reichweite Bewegungsart Geschwindigkeit und Beschleunigung Dokumentation Benachrichtigungsdienst Anschaffung Betrieb Präzision Realitätsnahe Belastungen Intuitive Bedien- und Erlernbarkeit Optimaler Abstraktionsgrad Einsatz unter extremen Umweltbedingungen Realitätsnahe Testumgebung Unabhängigkeit vom Fahrzeughersteller Unabhängigkeit von der Fahrzeugklasse Unabhängigkeit von der Prüflingsausstattung Unabhängigkeit vom Entwicklungsstand Ortsveränderliche Verwendbarkeit Individuelle Gestaltung von Prüfabfolgen Durchführung einer zeitgerafften Erprobung Maximaler Erkenntnisgewinn Kurzfristiger Aufbau und Inbetriebnahme Überbrückung der erforderlichen Distanzen Flexible Bewegungsabläufe Umsetzbarkeit der vorgeschriebenen Werte Lastreserven Kontinuierliche Messdatenaufzeichnung Lückenlose Protokollierung der Ereignisse Unverzügliche Übermittlung von Störungen Überschaubare Investitionskosten Minimale Betriebskosten F/W W W W F W F F F F F W F W W F F F W W F W F W