Download Binder - Studie zum technischen Handeln
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Technische Handlungen von Kindern – eine deskriptiv-phänomenologische Untersuchung - sprachloses Vorgehen, das mit fehlenden strategischen Lösungsideen einhergeht, z. B. bei Paul (10); - ständiges Reden während des Handelns, bei dem sich das Kind in Detailproblemen verliert, wobei an den beobachteten Strategien und den Äußerungen erkennbar ist, dass es Sachzusammenhänge nicht durchschaut, z. B. bei Ronja (10); - sehr beredtes Vorgehen, bei dem die Handlungsperformanz und die Äußerungen ein Durchdringen von Ursache-Wirkungszusammenhängen erkennen lassen, z. B. bei Sabrina (9). In dieser Untersuchung ist kein direkter Zusammenhang zwischen verbalen Äußerungen und der Art und Weise des Handelns in dem Sinne erkennbar, dass kognitive Durchdringung mit der Fähigkeit, die Handlung und ihre Umgebung beschreiben zu können, einhergeht. Einsilbigkeit kann ein Zeichen tiefer Versenkung sein, aber auch auf fehlendes Verständnis der Sachzusammenhänge hinweisen. Um hierzu genauere Aussagen treffen zu können, müsste die Qualität des Gesagten bewertet werden. Dies ist besonders bei den „sprachlosen“ Kindern ein schwieriges Unterfangen, da, wie die Versuche der Vorstudie gezeigt haben, Nachfragen des Versuchsleiters als Impuls verstanden werden und das weitere Vorgehen deutlich beeinflussen kann. Es bestünde die Gefahr, von Kindern, die sprachlich zurückhaltend vorgehen, keine oder verfälschte Informationen zu erhalten. Neben den Handlungsbeschreibungen wurden die Bezeichnungen der Kinder für die Werkzeuge und für die Bauelemente der Gegenstände erfasst. Dabei zeigen sich prägnante Ausformungen: Bezeichnungen für Werkzeuge: Der Hammer wird zuverlässig von allen Kindern benannt. Nur ein Teil von ihnen konnte die Zange und den Schrauben“zieher“ benennen, zwei Kinder unterschieden begrifflich den Schlitz- vom Kreuzschlitzschraubenzieher. Bezeichnungen für die Bauteile: Bei den Bauelementen der Gegenstände, mit denen die Kinder hantierten, zeigt sich eine große Varianz in der Ausdrucksfähigkeit. Dass nur wenige Kinder die Blattfeder des Ballspiels als Feder bezeichneten, verwundert weniger, da sie nicht der alltäglichen Vorstellung einer Feder entspricht. Gelegentlich vergaben die Kinder aber „sinnfällige“ Begriffe, also solche, die die Funktion des Bauteils beschreiben. Die Blattfeder wurde benannt als „Sprungbrett“, „Sprungklammer“ und „Spanner“. Die (wendelförmigen) Federn des Tankas und der Haarklammer wurden bezeichnet als „Feder“, „Sprungfeder“, „Biegklammer“ und „Federung“. Davon unterscheiden sich Bezeichnungen, die die äußere Form des Bauteils beschreiben. Die Blattfeder wurde „Blatt“ und „dünne Fläche“ genannt, 303