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„Universal Design“ in den USA oder „Inclusive Design“ in Großbritannien (Darzentas und Miesenberger 2005). 2.2. Sozialer Aspekt – Betroffenengruppe In Bezug auf die soziale Sichtweise werden in diesem Abschnitt die unterschiedlichen Arten von Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen von Menschen behandelt, die es ihnen nicht (immer) möglich machen, das Web so zu nützen, wie es Menschen ohne Beeinträchtigungen möglich ist. Auf Basis des Dokuments „How People with Disabilities Use the Web“der W3C/WAI-Arbeitsgruppe werden folgende Beeinträchtigungen von Menschen zusammenfassend erläutert, die den Zugang zum Internet erschweren (Brewer 2005): Visuelle Behinderungen Auditive Behinderungen Motorische Behinderungen Sprachliche Behinderungen Kognitive Behinderungen 2.2.1. Visuelle Behinderungen Für Menschen mit visuellen Behinderungen stellt das Internet sowohl eine vorteilhafte Alternative als auch die einzige Option dar, Informationen und Dienstleistungen ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu können (Schulte 2006, S. 382). Sie werden auch als die herausfordernde Gruppe zum Thema „Web Accessibility“ angesehen, da es sich beim Web um ein „Visual Interface“ handelt, also ein Schnittstellensystem, über den visuell kommuniziert wird (Paciello 2000, S. 9). Zu den visuellen Behinderungen zählt die WAI Blindheit, eingeschränkte Sehkraft und Farbenblindheit (Brewer 2005). Bei einer Blindheit aus medizinischer Sicht handelt es sich um einen fast vollständigen oder vollständigen Verlust der Sehkraft (MGPNW 2007). Bei einer eingeschränkten Sehkraft kann in weitere Arten bzw. Ursachen unterteilt werden, wie z. B. Fehlsichtigkeit (Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeit), Sehschwäche oder Augenkrankheiten. Weiters kann eine eingeschränkte Sehkraft auch auf altersbedingte Ursachen zurückgeführt werden (VVB 2007). Es besteht dabei auch ein fließender Übergang zu der Gruppe „Erblindung“ (Schulte 2006, S. 382). Eine Farbenblindheit (lat. Achromatopsie) liegt vor, wenn Farben nicht wahrgenommen werden können, sondern nur in ihren Helligkeitswerten unterschieden werden. Bei einer Farbfehlsichtigkeit handelt es sich um eine Störung des normalen Farbsehens. Dabei kommt es meist zu einer Herabsetzung der Empfindlichkeit für die Farben rot, grün oder blau (Conta Optic 2007). 5