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5. Anwendungen
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aktiven Plasma. Die Topographie des in einem inerten He-Plasma behandelten Substrates
ändert sich kaum im Vergleich zu der eines unbehandelten Substrates. Eine Änderung des
Phasenkontrastes ist ebenfalls kaum zu erkennen. Im Gegenteil dazu sehen die
makroskopischen Eigenschaften der Oberfläche des mit einem lufthaltigen He-Plasma
behandelten Substrates ganz anders aus.
Starke Änderungen der Topographie durch die Änderung der Rauhigkeit sowie die Bildung
von charakteristischen Strukturen auf der Oberfläche können wie bei Koronaentladungen mit
der Bildung von LMWOM verbunden sein [14, 45]. Eine derart signifikante Änderung der
Topographie sowie des Phasenkontrastes könnte nicht nur auf eine tiefe strukturelle sondern
auch auf eine chemische Veränderung der oberflächennahen Schichten des PP-Bandes
hindeuten [167]. Die quantitative Analyse der stattgefundenen Veränderungen ist allerdings
nur mit Hilfe weiterer Diagnostikmethoden möglich. Die Bestimmung des Sauerstoffgehaltes
und der Art der O2-haltigen Bindungen in den oberflächenahen Schichten könnten hier von
großer Bedeutung sein.
Die komplexe Analyse der festgestellten Zusammenhänge ermöglicht, ein simples qualitatives
Bild eines plasmaunterstützten Behandlungsprozesses zu gewinnen.
5.4.4
Qualitatives Bild des Behandlungsprozesses
Die Modifikation einer polymeren Oberfläche mittels Plasmabehandlung kann im
Wesentlichen infolge solcher Prozesse wie Ätzen, Schichtabscheidung sowie Radikalbildung
(Aktivierung) erfolgen (siehe Kapitel 1). Allerdings laufen im Plasma all diese Prozesse
gleichzeitig ab und es existiert nicht immer ein simpler Zusammenhang zwischen ihrer
Wirkung und den beobachteten physikalisch-chemischen Veränderungen der Oberfläche. Die
Erfahrung zeigt, dass viele erzielbare Effekte nicht spezifisch sind. Es können z. B. qualitativ
gleiche Ergebnisse durch den Einsatz von unterschiedlichen Plasmen wie Edelgas- sowie O2-,
N2- und kohlenwasserstoffhaltigen Plasmen erreicht werden [83]. Dies soll nur die
Komplexität der ablaufenden Vorgänge im Plasma verdeutlichen. Die zurzeit existierenden
Kenntnisse ermöglichen immer noch nicht, eine exakte Vorstellung über die beobachtenden
Effekte zu gewinnen. Daher soll im Weiteren ein qualitatives Bild des Behandlungsprozesses
diskutiert werden.