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79 4. Experimentelle und theoretische Untersuchungen üblicherweise als quasineutrales Plasma bezeichnet. In den Randschichten entsteht dagegen eine positive Raumladung und das elektrische Feld ist wesentlich höher (siehe Abb. 4.15b). Dieser Bereich, wo die Quasineutralität durch die Raumladung gestört ist, wird nicht mehr als Plasma bezeichnet. a) b) Abb. 4.15: a) Schematische Darstellung der Schwingungen der Elektronenwolke: Striche stellen die Bereiche mit konstanter Ionendichte dar, durchgezogenen Linien- die Verteilung der Elektronen ne ( x, t ) , A ist die Amplitude der Elektronenschwingung; b) Verteilung des elektrischen Feldes und Potentials zwischen den Elektroden aufgrund der dargestellten Verteilung der Ladungsträger (Pfeile zeigen die Stromflussrichtung). Ihren Namen haben die α-Entladungen Herrn Levitskii zu verdanken, der bereits im Jahre 1957 als erster diese Entladungsform im mittleren Druckbereich von einigen Torr experimentell beobachtet hat [109]. Er hat diese Entladungen so genannt, weil die Hauptrolle in den Ionisationsprozessen die sogenannte TOWNSEND α-Ionisation spielt. Die sekundären γ-Prozesse an den Elektroden können vernachlässigt werden. Die oszillierenden Elektronen nehmen im elektrischen Feld Energie auf und führen ionisierende Stöße mit Neutralteilchen aus. Ladungsträger (Ionen und Elektronen) gehen in Rekombinationsprozessen und durch Diffusion verloren. Der Ladungsträgerverlust wird durch α-Ionisation im Plasma kompensiert. Somit wird die Bedingung der Aufrechterhaltung der Entladung erfüllt, wenn das Gleichgewicht zwischen Produktion und Vernichtung der Ladungsträger erreicht ist.