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148 5. Anwendungen Thermoband auf ca. 30° C konstant gehalten. Die Messunsicherheit bei der Bestimmung des Wassergehaltes im Gasgemisch bedingt durch kleine Temperaturschwankungen an den Gasleitungen sowie den statistischen Fehler lag unter 15 %. Wasser hat einen starken Einfluss auf die Plasmakinetik. Die Bildung von negativen Ionen H − verursacht eine Felderhöhung im Plasma. Die gemessenen sehr hohen Werte der Durchbruchs- sowie Betriebsspannung (siehe Kapitel 4) bestätigen dies. Eine wesentlich kleinere Randschichtdicke als in O2- und N2-haltigen Plasmen könnte auf einen Einfluss der Bildung von negativen Ionen auf den Stromtransport in der Entladung hindeuten. In solchen Plasmen wurde bereits experimentell eine Verkleinerung der Randschichtdicke beobachtet, die auch theoretisch vorhergesagt wurde [60]. Dies verursacht wesentlich höhere Ionendichten sowie ein hohes elektrisches Feld in der Randschicht. Bei relativ hohen Leistungsdichten von ca. 10 - 15 W/cm2 neigen solche Entladungen zur Filamentbildung, was die Homogenität der Behandlung beeinträchtigt. Eine kleine Zugabe von Stickstoff in die Entladung ermöglicht die Leistungseinkopplung bis zu 19 W/cm2 zu erhöhen. a) Oberflächenenergie [mN/m] Oberflächenenergie [mN/m] 80 60 40 20 2 P D = 19 W/cm γS 0 d γS p γS Fit 0,0 0,1 0,2 0,3 0,4 Behandlungsdauer [s] 0,5 Behandlungsdauer 0,1 s 2 ED = 1,2 J/cm 60 γS d γS γS p 40 20 0 b) 0 30 150 Lagerungsdauer [d] Abb. 5.29: Oberflächenenergie des PP-Bandes in Abhängigkeit von der Behandlungs- (a) und der Lagerungsdauer (b). He + H2O (3%) + N2 (1%), Gasfluss 1000 sccm. Die Ursache dieses Stabilisierungseffektes ist noch ungeklärt. Im Gegensatz zu CCRFEntladungen machen bereits sehr geringe Mengen von Molekulargasen wie N2 oder O2 in der He-Entladung eine homogene Behandlung mit APGD’s nicht möglich [172]. Dies macht CCRF-Entladungen in Edelgasen besonders interessant.