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GIS-HANDBUCH
4 RICHTLINIEN
Für die Grundlage- und erfassungstechnischen Metadaten wurden im GDM-Tool Templates erfasst ( 4.1:
Datenmodellierung: ArcGIS Diagrammer Vorgaben), die zu verwenden sind.

Falls ausser der intern von Oracle vergebenen OBJECTID weitere eindeutige Identifikationsnummern vergeben
werden müssen, können diese entweder als Datensatz-intern oder als global eindeutige IDs definiert werden.
Für global eindeutige Identifikatoren gelten folgende Vorgaben:
Feldname
UUID
Alias
Universally Unique Identifier
Feldtyp
Text (38)
Bedeutung
global eindeutige ID
Für datenbankintern eindeutige Identifikatoren werden keine strikten Vorgaben gemacht. Empfohlen wird aber:
Feldname
UNID
Alias
Laufnummer
Feldtyp
Long Integer
Bedeutung
innerhalb des Datensatzes eindeutige ID
Die IDs dürfen keine instabilen Werte enthalten. Ein instabiler Wert ist z. B. die BFS-Nummer, weil sie bei
Gemeindefusionen ändern kann.
Attribut-Aliase
Es ist sämtlichen Attributen immer ein Alias zu vergeben. Bei der Wahl der Alias-Namen ist man relativ frei, es gilt
jedoch wie bei den Attributbezeichnungen, dass Felder mit derselben Bedeutung auch denselben Alias erhalten
müssen. Aliasnamen dürfen allerdings nicht ausschliesslich in Grossbuchstaben geschrieben werden. Umlaute sind
ausdrücklich erwünscht. Die Länge des Alias darf 50 Zeichen nicht überschreiten, empfohlen werden jedoch
maximal 30 Zeichen. Zudem ist darauf zu achten, dass technische Einheiten im Alias in einer eckigen Klammer
angegeben werden (Bsp.: Leistung [kW], Brückenhöhe [m])
Attribut-Domänen
Nach Möglichkeit sind sog. Domänen (eindeutige Wertelisten, Menge der möglichen Werte für ein Attribut/Feld) zu
verwenden, um Eingabefehler wie Doppelnennungen mit unterschiedlichen Bezeichnungen zu verhindern und um die
Datenbankstruktur möglichst schlank zu halten. Domänendefinitionen verhindern, dass falsche Werte in ein Feld
eingegeben werden können und dienen somit auch der Validierung. Ausserdem erleichtern sie die Auswertung der
Daten.
Die Bezeichnung von Attribut-Domänen setzt sich grundsätzlich aus zwei Blöcken zusammen, getrennt durch "_". Der
erste Block entspricht dem thematischen Block des konventionellen Datensatznamens. Der zweite Block entspricht
dem Namen des Feldes, auf dem die Attribut-Domäne definiert ist. Attribut-Domänen werden stets gross
geschrieben:
STU_KLASSE
konventioneller Datensatzname (i.d.R. 3 Zeichen)
Feldname
In gewissen Fällen kann das Zeichen "x" als Platzhalter innerhalb der Domänen-Bezeichnung verwendet werden. So
etwa, wenn eine Attribut-Domäne für mehrere Datensätze gilt, deren Bezeichnungen des thematischen Blockes sich
in einem Zeichen unterscheiden und die jeweils dieselben Felder haben. Dasselbe gilt bei Attribut-Domänen, die
innerhalb desselben Datensatzes auf verschiedenen Feldern definiert sind.
Beispiele:

Die Datensätze INFKTLU0 und INLKTLU haben beide das Feld "S_BED", auf dem die Domäne "INx_S_BED"
definiert ist. Das "x" ersetzt dabei bei der Domänenbezeichnung das "F" bzw. "L" im Themenblock des DatensatzNamens.

Der Datensatz AUSKTLU0 hat die Felder "LF" und "LF2", auf denen jeweils die Domäne "AUS_LFx" definiert ist.
Das "x" in der Domänenbezeichnung weist dabei darauf hin, dass diese Domäne auf verschiedenen Feldern
definiert wurde, die jeweils mit "LF" beginnen.
4.2 NOMENKLATUR
30.04.2015
S. 70