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5.3.11 Prozesssequenzen bei typischen Fällen Die Projekte konzentrieren sich hauptsächlich auf vier Bereiche (siehe hierzu 3.4.2): 1. Qualitätsverbesserung der Lehre; 2. Organisationsentwicklung; 3. Evaluation und Akkreditierung; 4. Qualitätsmanagement. Hierbei bearbeiten die Projekte manchmal kleinere Teilbereiche. In einigen Fällen zielen die Projekte jedoch auch auf die komplexeren institutionellen Vorgänge ab. Bei diesen Gesamtprozessen zeichnen sich vier typische Fälle ab, die sich zum einen auf die Bereiche Evaluation und Lehre und zum anderen auf die Aspekte der Weiterbildung von Dozenten sowie das Qualitätsmanagement erstrecken. Nachfolgend sollen nun ausgehend von der Theoriegrundlage der Wissensumwandlung (Details unter 5.3.10) die Einzelheiten und Zusammenhänge dieser Prozesse nachvollzogen und analysiert werden. In den Projekten werden eine Vielzahl von geplanten Aktivitäten durchgeführt. Die hier aufgezeigten Beispiele verdeutlichen die Bedeutung dieser Aktivitäten, da sie den Raum für die Wissensumwandlung und somit der Wissensschaffung bieten. Die Aktivitäten sind somit mehr als die pure Umsetzung von geplanten Schritten; sie sind mehr als die Summe ihrer Teile, denn bei genauerem Hinschauen zeigt sich, dass bei jedem Schritt ein Feld für das Entstehen, die Transformation oder die Verankerung von Wissen geboten wird. Zur Erleichterung der Darstellung der nachfolgend jeweils aufzuzeigenden Schritte werden die bereits unter 5.3.10 eingeführten Phasen der Wissensumwandlung eingesetzt. 5.3.11.1 Erarbeitung eines Evaluationsmodells Wie unter 3.4 erläutert, liegen in einigen Ländern Zentralamerikas bereits Gesetze zur Evaluation und Akkreditierung vor. Die praktische Umsetzung im Hochschulalltag ist jedoch hiermit noch nicht automatisch sichergestellt. Daher sind die Fragen nach den anzuwendenden Prozessen für viele der Hochschulen, seien es private oder öffentliche Einrichtungen, nach wie vor von großer Bedeutung. Das Erarbeiten von modellhaften Vorgehensweisen ist dabei von besonderem Interesse, da es zum Beispiel an einer Abteilung oder einer Fakultät realisiert werden kann sowie Schlussfolgerungen daraus gezogen werden und diese dann auf komplexere Zusammenhänge oder eben in der gesamten Institution Anwendung finden können. 1) Phase 1 der Erarbeitung eines Evaluationsmodells: Externalisierung Zusammenfassend besteht die Externalisierung darin, dass bereits begonnene oder vollständig neue Themengebiete aufgearbeitet und zum Beispiel durch eine Dokumentation als explizites Konzept in die Institution eingebracht werden (siehe ebenso 5.3.10.2). 215