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58 Teil B: Organisation der Software-Entwicklung Ein iterativ-zyklisches Vorgehen bei der Softwareentwicklung ist auf die Änderungsdynamik von Zielen und Anforderungen ausgerichtet. Dies ist eine Notwendigkeit, damit solche Zielmodifikationen auch umgesetzt bzw. realisiert werden können. 2.2 D IE P ROJEKTKLASSIFIKATION Eine oberflächliche Analyse von Projektrahmenbedingungen bzw. eine unsystematische Projektklassifikation führt zur Abwicklung von 'Einheitsprojekten', wobei unterschiedlichen Ausgangslagen verschiedener Projekte nicht adäquat Rechnung getragen wird. Dies kann zur Folge haben, dass Ziele nicht erreicht werden oder – im schlechtesten Fall – ein Projektabbruch nötig wird. Im folgenden Abschnitt werden wesentliche Rahmenbedingungen bei der Softwareentwicklung beschrieben, die der Projektklassifikation dienen. Für ein aufgaben- und benutzerorientiertes Projektmanagement sind folgende Rahmenbedingungen von besonderer Wichtigkeit. 2.2.1 Der Projekttyp Vier charakteristische Projekttypen sind zu unterscheiden: Typ A: Entwicklung einer Individuallösung für eine firmeninterne Fachabteilung. Typ B: Entwicklung einer Individuallösung für einen externen Kunden. Typ C: Entwicklung einer Branchenlösung für einen weitgehend bekannten Kundenkreis. Typ D: Entwicklung einer Standardlösung für einen breiten und anonymen Benutzerkreis. Immer häufiger werden auch Projekte abgewickelt, bei denen branchenspezifische Softwarelösungen ausgewählt und durch die interne Entwicklungsabteilung oder eine externe Softwarefirma bzw. den Softwarelieferanten firmenspezifisch angepasst werden. Die verschiedenen Projekttypen unterscheiden sich erheblich in den Möglichkeiten zur Aufgaben- und Benutzerorientierung bei der Softwareentwicklung, da von Projekttyp A zu D (1) die Bekanntheit der Benutzer, (2) die Bekanntheit der zu unterstützenden Aufgaben,