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90 Teil B: Organisation der Software-Entwicklung Darstellungsmöglichkeiten oft zu begrenzt sind. Die Auswirkungen der umgesetzten Gestaltungsmassnahmen lassen sich durch Expertenevaluation, Diskussionen mit den Endbenutzern, z.B. im Rahmen von Workshops bzw. mittels Check-Listen (siehe Übersicht 2 im Anhang), austesten, überarbeiten und optimieren. Die Spezifikation der Dialogschnittstelle: Zur Spezifikation der Dialogschnittstelle ist es unabdingbar, Prototypen zur Veranschaulichung der dynamischen, interaktiven Aspekte des zu entwikkelnden Werkzeuges einzusetzen. Prototypen sollten nur ganz gezielt und zweckgebunden zur Abklärung spezieller Spezifikationsaspekte eingesetzt werden, weil ansonsten die Gefahr besteht, zuviel Aufwand in den Ausbau und den Erhalt von 'Anschauungsprodukten' zu investieren. Eine sehr effiziente und zudem preiswerte Variante ist die Verwendung von Simulationsstudien, z.B. mittels handgemalter Folien usw., welche dem Benutzer in Abhängigkeit von seinen Aktionen von einem Testleiter, welcher das geplante Systemverhalten ausreichend kennt, vorgelegt werden. Die Auswirkungen der umgesetzten Gestaltungsmassnahmen lassen sich z.B. mittels spezifischer Tests (siehe Teil B, Kapitel 4) oder mit Checklisten (siehe Übersicht 2 im Anhang) austesten, überarbeiten und optimieren. 3.5 Q UADRANT -III: DIE R EALISIERUNGSPHASE Nachdem in der Analyse- und Spezifikationsphase der notwendige Optimierungsaufwand geleistet wurde, kann die Realisierungsphase beginnen. Die Realisierungsphase gliedert sich in die folgenden drei Schritte: (1) Entwurf der Programm-Architektur; (2) Entwurf der einzelnen Programm-Module (-Objektklassen usw.); (3) Codierung und 'Debugging'. Es ist wichtig, den Entwurf von der Spezifikation zu unterscheiden. Während in der Spezifikation möglichst präzise alle relevanten Eigenschaften des technischen Teilsystems festgelegt werden, muss in der Realisierungsphase dafür Sorge getragen werden, dass das zu entwickelnde technische Teilsystem möglichst alle diese Eigenschaften aufweist. Hier kommen primär rein softwaretechnische Kenntnisse zum Tragen: einfache und klare Systemstruktur, Entkopplung von Bausteinen, Minimalität und Abstraktheit von Schnittstellen, Vermeidung globaler Daten, Bildung abstrakter Systemsichten usw. (Sommerville 1989; Ott 1991; Frühauf, Ludewig und Sandmayr 1991a).