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Projektorganisation
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(3) die Bekanntheit des organisatorischen Kontextes und
(4) die Zugangsmöglichkeiten zu den Benutzern
immer weniger gegeben sind. Die raumzeitliche Nähe zwischen Benutzern
und Softwareentwicklern wie auch die infrastrukturellen Voraussetzungen
für deren Zusammenarbeit sind z.B. in Abhängigkeit vom Projekttyp sehr
unterschiedlich. Entsprechend sind verschiedene Formen der Projektorganisation und Zusammenarbeit zu praktizieren. Unterschiedliche Varianten
der Projektorganisation werden daher in Teil B, Kapitel 2.3 beschrieben.
2.2.2
Die Projektkomplexität
Die Komplexität von Softwareprojekten wird u.a. durch folgende Merkmale bestimmt:
•
Umfang der geplanten Systemfunktionalität,
•
Anzahl und Unterschiedlichkeit der betroffenen Fachaufgaben (siehe
dazu auch Benutzer- und Aufgabenkontext),
•
Umfang der geplanten arbeitsorganisatorischen Veränderungen für die
Fachbereiche bzw. Anwendungsbereiche,
•
Umfang der geplanten qualifikatorischen Massnahmen für die potentiellen Systembenutzer.
Anhand dieser Merkmale eingestuft, ist etwa die Entwicklung eines Lieferantenverwaltungssystems in einer Einkaufsabteilung als ein Projekt von
eher geringer Komplexität zu betrachten. Die Entwicklung eines integrierten
Produktionsplanungs- und -steuerungssystems, das sowohl die informationstechnische wie auch die organisatorische Integration der Bereiche Verkauf, Disposition, Einkauf und Fertigung zum Gegenstand hat, zeichnet
sich dagegen durch eine sehr hohe Komplexität aus. Komplexe Projekte
sind in der Regel durch eine lange Projektdauer, einen grossen Personenaufwand sowie eine grosse Anzahl von Projektbeteiligten gekennzeichnet.
2.2.3
Die Projektinnovativität
Eine wesentliche Rahmenbedingung ist die Innovativität bzw. Neuartigkeit
eines Projektes. Innovative Projekte sind – im Vergleich zu Routineprojekten – durch eines oder mehrere der folgenden Merkmale gekennzeichnet:
(1) Das System ist eine Neu- oder Erstentwicklung,