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Projektorganisation 59 (3) die Bekanntheit des organisatorischen Kontextes und (4) die Zugangsmöglichkeiten zu den Benutzern immer weniger gegeben sind. Die raumzeitliche Nähe zwischen Benutzern und Softwareentwicklern wie auch die infrastrukturellen Voraussetzungen für deren Zusammenarbeit sind z.B. in Abhängigkeit vom Projekttyp sehr unterschiedlich. Entsprechend sind verschiedene Formen der Projektorganisation und Zusammenarbeit zu praktizieren. Unterschiedliche Varianten der Projektorganisation werden daher in Teil B, Kapitel 2.3 beschrieben. 2.2.2 Die Projektkomplexität Die Komplexität von Softwareprojekten wird u.a. durch folgende Merkmale bestimmt: • Umfang der geplanten Systemfunktionalität, • Anzahl und Unterschiedlichkeit der betroffenen Fachaufgaben (siehe dazu auch Benutzer- und Aufgabenkontext), • Umfang der geplanten arbeitsorganisatorischen Veränderungen für die Fachbereiche bzw. Anwendungsbereiche, • Umfang der geplanten qualifikatorischen Massnahmen für die potentiellen Systembenutzer. Anhand dieser Merkmale eingestuft, ist etwa die Entwicklung eines Lieferantenverwaltungssystems in einer Einkaufsabteilung als ein Projekt von eher geringer Komplexität zu betrachten. Die Entwicklung eines integrierten Produktionsplanungs- und -steuerungssystems, das sowohl die informationstechnische wie auch die organisatorische Integration der Bereiche Verkauf, Disposition, Einkauf und Fertigung zum Gegenstand hat, zeichnet sich dagegen durch eine sehr hohe Komplexität aus. Komplexe Projekte sind in der Regel durch eine lange Projektdauer, einen grossen Personenaufwand sowie eine grosse Anzahl von Projektbeteiligten gekennzeichnet. 2.2.3 Die Projektinnovativität Eine wesentliche Rahmenbedingung ist die Innovativität bzw. Neuartigkeit eines Projektes. Innovative Projekte sind – im Vergleich zu Routineprojekten – durch eines oder mehrere der folgenden Merkmale gekennzeichnet: (1) Das System ist eine Neu- oder Erstentwicklung,