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Technologieintensive Leistungsbündel als industrielle Angebotsform 131 renden Reduktion der Marktzyklen mit der Konsequenz einer Verkürzung der möglichen Pay-Off-Perioden konfrontiert sind. Für die Technologiegüter folgt daraus die Konsequenz einer geringen Variationsmöglichkeit, so dass es geboten erscheint, die Leistungsvariation von der Ebene der Technologiegüter auf die Ebene der Leistungsbündel zu heben, wo durch Veränderungen bei den Zusatzleistungen ein verändertes Leistungsangebot sichergestellt werden kann. Aus der Sicht der Leistungsbündel als Problemlösung ist es damit auch möglich, ein Technologiegut in mehreren, möglicherweise unterschiedlichen Produkten einzusetzen, wobei die Unterschiedlichkeit durch Zusatzleistungen sichergestellt werden kann. Wegen dieser beschriebenen geringen Flexibilität beim Leistungsumfang der Technologiegüter sind zusätzliche Leistungsbausteine ein wichtiger Aspekt, umfassende Problemlösungen bereitstellen zu können, die der zunehmenden Convenience-Orientierung sowie der Nachfrage nach vorgedachten Lösungen auf Seiten der Konsumenten entgegenkommen. Modularer Aufbau der Leistungsbündel Die beschriebene Komplexität im Aufbau darf sich jedoch nicht für den Konsumenten auswirken. Bei ihm ist der Anbieter darauf angewiesen, dass sich die für den Nutzer ergebende Komplexität variabel mit der Systemkomplexität des Leistungsbündels verändern lässt. Es ist daher notwendig, ein möglichst modulares Objekt als Leistung zu offerieren, um sich in dieser Beziehung eine Flexibilität offen halten zu können. Ein aus mehreren Elementen bestehendes Leistungsbündel ist im Vergleich zu einem einzelnen Objekt, wie dies ein Technologiegut darstellen würde, dazu besser geeignet. Dadurch ist es möglich, mit geringem Aufwand einzelne Leistungsbausteine auszutauschen oder zu verändern und so die Nutzungskomplexität an die jeweilige Situation, bezogen auf die Kompetenzen der Kunden sowie die Positionen im Lebenszyklus, anzupassen. 4.2.2 Generelle Anforderungen an die Leistungsbausteine Zusatzleistungen aus artfremden Bereichen An die Leistungsbausteine ist eine Reihe von generellen Anforderungen zu stellen. Dazu gehört die Forderung, Zusatzleistungen aus Bereichen zu integrieren, die nur wenig Bezug zu technologischen Aspekten aufweisen. Eine Profilierung über rein technologische Aspekte scheint häufig problematisch zu sein, weil die Abnehmer Sinn und Nutzen einer technologischen Neuheit nicht einordnen können, der die dahinter liegenden Funktionalitäten häufig nicht nachvollziehbar sind und weil ein Wettbewerb auf technologischer Seite den bereits geschilderten Entwicklungen unterliegt. Durch Leistungsbausteine aus anderen Disziplinen ist es nun möglich, zum einen, wie bereits angesprochen, die Basis der Profilierung vom Technologiegut auf das Leistungsbündel zu verbreitern, zum anderen können Effekte des Marken- und Imagetransfers von diesen Bausteinen auf das Technologiegut bzw. das gesamte Bündel übertragen werden. Zu denken ist hier an starke Konsumgütermarken, die als Qualitätssurrogat für die nicht direkt zu kommunizierenden technologischen Aspekte genutzt werden können. Dieser Transfer kann auch innerhalb des Feldes der Technologie stattfinden, wie es der Chiphersteller Intel mit seinem Vermarktungskonzept „Intel Inside“ praktiziert. PC-Hersteller mit wenig Markenstärke im Bereich ihres Ge-