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@ Der Parameter Burstiness definiert die Variabilität des Paketankünfte. Ein Wert von Null beschreibt einen deterministischen Ankunftsstrom, die Pakete kommen in regelmäßigen Abständen („getaktet“). Belässt man den Wert auf „1“, so genügen die Ankünfte den Voraussetzungen, wie sie vom M/M/1-Modell bzw. offenen Warteschlangennetzen her bekannt sind (Poisson-verteilt). Je höher der Wert gesetzt wird, desto größer ist die Variabilität des Ankunftsstroms, d.h. die Ankünfte der Packet Flows zeigen ein burst-artiges Verhalten. Ankünfte treten beispielsweise nach Ruhepausen vermehrt in Gruppen auf. @ Die StDev Pkt Size ist die Standardabweichung der Paketgröße in Bytes. Der DefaultWert Null definiert eine konstante Paketgröße. Nach diesen Beschreibungen wird klar, dass der Predictor für die interne Repräsentation der Netzwerkmodelle offene Warteschlangennetze mit Stationen vom Typ G/G/1 bzw. G/G/m verwendet. Schritt 3 könnte beinahe übersprungen werden, denn das Modell des Systems wurde ja bereits erstellt. Dennoch gibt es etwas zu tun: Zwar wurden Quelle und Ziel eines jeden Packet Flows definiert, doch wie findet ein Flow seinen Weg durchs Netzwerk? Was ist, wenn es mehrere Wege gibt? – Wechselwahrscheinlichkeiten zwischen Stationen bzw. Besuchshäufigkeiten werden nicht angegeben, statt dessen stehen im Predictor verschiedene Routing-Protokolle zur Verfügung, die den Weg der Packet Flows durchs Netzwerk bestimmen. Jeder Link hat einen Parameter Routing Metrics, der eine Art Gewichtung dieses Links darstellt. Standardmäßig sind hier alle Links mit „1“ gewichtet. Dies lässt sich jedoch für jedes zulässige Übertragungsprotokoll (IP, X.25, ...) separat ändern. Das voreingestellte Routing-Protokoll „RIP Minimum Hop“ findet den kürzesten Weg für einen Packet Flow, indem alle möglichen Wege mit Hilfe der Summenbildung der Link-Gewichte bewertet werden und die günstigste Alternative ausgewählt wird. Stehen mehrere Wege mit gleich niedriger Summe zur Verfügung, so erfolgt die Auswahl zufällig. Es existieren weitere Protokolle, welche die Flows gleichzeitig auf verschiedene Wege routen können, so dass betroffene Komponenten möglichst gleichmäßig oder nicht zu hoch ausgelastet werden. Das aufwändigste „IGRP“-Routing bezieht gar die Bandbreite und die Netzverzögerung eines Links anteilsmäßig in seine Routingstrategie mit ein. Steht das Routingverfahren fest, so sind auch die besuchten Komponenten eines jeden Packet Flows bekannt und können in der später besprochenen analytischen Berechnung des Modells entsprechend berücksichtigt werden. Schritt 4 beschäftigt sich mit der Validierung des Modells. Dieser Schritt kann eigentlich nur in befriedigender Weise durchgeführt werden, wenn in einem existierenden System Messwerte erhoben werden können, mit denen das Modell bez. seiner Prognosegüte abge- Seite III-36 Kursbuch Kapazitätsmanagement
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