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"Alcopop-Steuer soll bis Jahresende 5 Millionen Euro bringen.“ Berlin (dpa/WEB.DE) – „Fünf Millionen Euro - so viel will Rot-Grün bis Jahresende aus der Sondersteuer auf Alcopops einnehmen. Das Geld soll dann in die Suchtvorbeugung fließen. (...)" Zur Erinnerung: Es soll der Alkoholkonsum durch Jugendliche verringert werden. Als Mittel zum Zweck kommt nach der Verkaufsbeschränkung auf 18 Jahre im zweiten Schritt eine Steuer zum Einsatz. Gut, denkt der (H)Erdenbürger – gut, dass die dafür sorgen, dass Jugendliche nicht an die Flasche kommen. Was ist aber wirklich passiert? „Ab 18" – ist ein magisches Label – wer was auf sich hält, säuft, ist ja schon erwachsen, ist was besseres. Mit dieser Altersbeschränkung ist der natürliche Vorwärtsdrang von Kindern und Jugendlichen beflügelt. Also zunächst profitiert die Industrie von dieser Maßnahme – Fehlanzeige für die Suchtvermeidung bei Jugendlichen. Zweiter Schritt: Steuererhöhung, um den Preis hochzuschrauben und damit den Jugendlichen den Griff zur Flasche zu erschweren ... Im Zeitalter von 200 -Turnschuhen ein schlechter Witz. Vielmehr wird die gezuckerte (oh oh) Sprit-Plörre noch interessanter gemacht, da sie teuer ist – was teuer ist, ist gut (kennt man ja) Zwischenbilanz Jetzt profitieren die Industrie und der Staat durch Zusatzeinnahmen – Fehlanzeige für die Suchtvermeidung bei Jugendlichen. Dazu jetzt dritte Akt (03.08.2004, web.de): "Industrie trickst Regierung bei Alcopops aus. Berlin/Hamburg (dpa) – Mit neuen alkoholhaltigen Süßgetränken umgehen die Spirituosenhersteller nach Zeitungsinformationen die seit dem 1. August geltende Sondersteuer für Alcopops. Um die zusätzliche Besteuerung von 80 bis 90 Cent pro Flasche bei den unter Jugendlichen sehr beliebten Getränken nicht bezahlen zu müssen, ersetzen die Produzenten Alkohol wie Wodka und Rum demnach durch Weinalkohol. Dieser unterliege bisher nicht der Sondersteuer. Die Marktführer Diageo in Rüdesheim am Rhein («Smirnoff») und Bacardi in Hamburg («Rigo») bestätigen dem «Hamburger Abendblatt» Pläne, auf den erwarteten Absatzeinbruch von bis zu 95 Prozent mit Neuentwicklungen zu reagieren. Statt künftig 2,80 Euro für einen hoch besteuerten Alcopop Klassiker mit Wodka oder mit Rum, dürften die alternativen Produkte rund einen Euro weniger kosten, berichteten auch andere Blätter. Die neuen Mixgetränke sollen dabei ähnlich schmecken und mit fünf bis sechs Prozent den gleichen Alkoholgehalt haben. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk (SPD), sieht aktuell keinen Anlass, gegen neue alkoholhaltige Süßgetränke vorzugehen, die nicht durch die neue AlcopopSondersteuer verteuert werden. «Ich glaube nicht, dass es durch diese neuen Getränke zu einem Substitutionseffekt kommen wird», sagte Caspers-Merk der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin. Sie werde aber die Entwicklung «genau beobachten» und darüber im nächsten Jahr einen Bericht vorlegen. «Wenn dieser zeigt, dass gehandelt werden muss, dann werden wir handeln.» Die Sondersteuer auf Alcopops ist seit Montag in Kraft. Die Abgabe beträgt 80 bis 90 Cent für eine handelsübliche Flasche mit einem Inhalt von 0,275 bis 0,33 Liter. Sie gilt für alle Mixgetränke auf der Basis von Branntwein, während Mischgetränke auf der Basis von Wein oder Alkohol davon ausgenommen sind. Ziel der Sondersteuer ist es, den Alkoholkonsum unter Jugendlichen zu verringern. Also fassen wir zusammen Der böse, böse Alkohol (Volksdroge Nr. 1; wie war das eigentlich mit dem Steuereinnahmen?) wird durch Altersbeschränkung und Preiserhöhung geadelt. Die Zusatzeinnahmen in der Steuer (Warum eigentlich – es soll doch weniger getrunken werden?) sollen (vielleicht, vielleicht auch nicht wer weiß das schon) in die Suchtvermeidung fließen. Na ja. Der Dritte Akt ist richtig geil: Seite 124