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Spielkameraden nichts wegnehmen darf, oder was auch immer. Und das funktioniert auch heute
im Erwachsenenalter noch perfekt. Das ist ja auch nicht schlecht, denn dem Urmenschen sicherte
es das Überleben. Wenn ein Sippenmitglied von einem wilden Tier angegriffen wurde, so lernten
daraus die anderen, wie gefährlich diese Biester sind.
Die Gefühle, die wir durch die Videen, auf die wir unseren mentalen Fokus richten, oder durch reale Ereignisse, zeigen sich immer in einer entsprechenden Körperhaltung. Angst setzt z.B. bestimmte Botenstoffe im Körper frei, die die nötige Energie bereitstellen sollen, damit der Körper
auf die Situation mit Kampf oder Flucht reagieren kann. Freude aktiviert andere Reaktionen im
Körper. Und der Körper reagiert damit automatisch mit einer dem Gefühl entsprechenden Haltung. Diese Haltung und die Gefühle werden, weil ja alles mit gespeichert ist, ein Teil der Videe.
Mit der Entwicklung der Sprache im Kindesalter wurden die bis dahin wortlosen Videen um ein
weiteres Kriterium erweitert. Den wörtlichen Bezeichnungen. Allein ein Wort reicht dann schon
aus, die dazu passende Videe komplett zu reaktivieren. Beispiel: Was kommt dir bei dem Begriff
"frisches Brot" in den Sinn. Beim einen ist es primär das Bild und der Geruch von frischem gebackenem Brot. Ein anderer hört und spürt wie er es aufschneidet. Und dies alles nur, weil ich das
Wort "frisches Brot" aufgeschrieben habe und du es gelesen hast…
Wir sehen, konzentrieren wir uns auf eine Idee, d.h. richten wir den geistigen BewusstseinsScheinwerfer auf eine bestimmte Videe, dann aktivieren wir diese dadurch. Die entsprechenden
Teile aus denen diese Videe besteht, kommen langsam ins Bewusstsein. Die Gefühle, die wir bei
der Entstehung dieser Videe empfunden haben, kommen wieder hoch. Und wir erleben mental,
oft in einer abgeschwächten Form, das, was wir damals empfunden haben. Jedes einzelne Kriterium kann, sofern es eindeutig einer Videe zugehörig ist, die Reaktivierung der gesamten Videe
auslösen.
Manchmal sind die Kriterien nicht gleichzeitig aktiv, sondern sie laufen nacheinander in unserem
Kopf und Körper ab. Diese Reihenfolge hat auch einen entscheidenden Einfluss auf die Videe und
die begleitenden Gefühle. Eine typische Sorgenstrategie-Videe könnte folgende sein. Angenommen dein Kind kommt sonst immer zu verabredeten Zeit nach Hause, aber heute ist es überfällig.
Dann läuft vielleicht intern folgende Videen-Strategie in dir ab, die zu "Sorgen" führen. Erst sag sie
zu dir "Na wo bleibt er denn", nach 5 Minuten "jetzt könnte er aber heim kommen." Dann stellst du
dir vor, wie er auf der Straße liegt, weil ihn ein Auto angefahren hat, das führt zu einem unguten
Gefühl im Bauch usw. usw. Und das Endergebnis ist, du bist entweder a) froh wenn er endlich
heim kommt, oder b)stinksauer, weil er dir diese Sorgen gemacht hat. Aber er hat sie dir nicht
gemacht. Du warst es selber, weil du 2-mal im Abstand von 5 Minuten innerlich etwas zu dir gesagt , dann eine schlimme visuelle (meist assoziierte mit richtig guten, satten, blutroten Farben)
Vorstellung von einem Unfall und danach komische Gefühle im Bauch induziert hast. Oder?
Aber wer hat dich gezwungen, diese Gedanken zu denken, diese Worte zu dir zu sagen? Niemand. Nur du. Gewiss du magst nun einwenden "Das zeigt doch nur, wie wichtig er mir ist". Aber
vor wem? Wieder nur vor dir, und den Regeln, die du in deinen Kopf hast.
Die Grundsätze
Alles was wir erleben und was wir lernen merken wir uns als eine vitale Erinnerung (vitale Idee
oder VIDEE)
Die Untereigenschaften (Kriterien) der Sinneserfahrungen, haben einen entscheidenden Einfluss
auf die Intensität der Videe.
Videen werden meistens automatisch mit Gefühlen etikettiert.
Gefühle ergreifen den gesamten Körper, der dann entsprechend reagiert. Unterscheidbare Gefühlszustände zeigen sich immer in unterscheidbaren körperlichen Ausdrucksformen. Und sie bilden eine direkte Einheit. Verändern sich die Gefühle, verändert sich auch die Körperhaltung und
umgekehrt.
Das Ziel allen Verhaltens ist es, Ereignisse die angenehme Gefühle auslösen zu wiederholen, und
solche die unangenehme Gefühle auslösen zu vermeiden.
Vorhandene Videen werden durch neue Erlebnisse entweder gefestigt, erweitert oder modifiziert.
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