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nen. Viele Glücksspieler tappen genau in diese Falle, wenn sie meinen z.B. das Roulette zu überlisten. An den Umrissen eines im Dunklen laufenden Menschen, erkennen wir fast automatisch, das Geschlecht, die Stimmung, das Gewicht und vieles anderes mehr. Wenn es sich jetzt noch um unserer/n Geliebten handelt, auf den wir abends irgendwo warten, dann erkennen wir ihn/sie quasi im Turbogang. Wir analysieren ständig und automatisch die "Wahrnehmungen" mit bereits "Gelerntem". In allem suchen wir bestimmte Muster. Erinnerungen (Videen) (Siehe Band 2 Das Videen-Denkmodell) werden gruppiert und bilden so komplexe "Videen-Moleküle" bzw. Gedankenmuster. Diese helfen die Welt für uns erklärbar und vorhersagbar zu gestalten. An und mit diesen Mustern orientieren wir uns und suchen damit nach dem Sinn im Leben und in der Welt. Dabei sind diese mentalen Muster so individuell wie ein Fingerabdruck oder unsere DNS. Jeder hat andere Erklärungs-, Handlungs-, Bewertungsmuster (=EHB-Muster) und Videen-Moleküle in seinem Kopf. Und doch gehen wir meistens davon aus, dass die anderen Menschen, denen wir begegnen, "ihre Welt" genau so wahrnehmen, wie wir. Wenn sich ein anderer, aus unserer Sicht, merkwürdig oder unrationell verhält, dann doch nur, weil wir andere "EHB-Muster" besitzen. Aus seiner Sicht handelt er so, wie er es als richtig empfindet. Was nicht unbedingt heißt, dass es nicht noch eine optimalere Variante gibt, oder später mal geben wird. Doch aus den ihm momentan zu Verfügung stehenden Informationen heraus, handelt er perfekt. Wenn wir wissen, wie der andere seine EHB-Muster aus welchen Bausteinen (Videen) gebildet hat, dann wissen wir, wie er funktioniert. Dann können wir ihm helfen, oder seine EHB-Muster übernehmen, wenn wir wollen. Denn eine weitere flexible Handlungsvariante zu besitzen kann (irgendwann einmal) einen Vorteil bringen. Die Guerilla Kampftechnik - Das DavidDavid-Prinzip Oft lassen wir uns von der (virtuellen) Größe eines Gegners (Chef, Konkurrenz, Mitbewerber, Kunden, Lieferanten, Nachbarn) beeindrucken und gehen der Auseinandersetzung kampflos aus dem Weg. Zu unserem Nachteil versteht sich. Dabei ist die Größe eines Gegners wirklich unwichtig, wenn du deine größten Stärken (Ressourcen) auf den empfindlichsten Punkt des Gegners konzentrierst, dann fällt er. Garantiert. Setze deine konzentrierten Kräfte immer am schwächsten Punkt des Gegners an, und kämpfe nicht - Siege. Denn es ist nicht entscheidend wie stark wir zuschlagen, sondern es ist viel wichtiger, wo wir es tun. Und es geht nicht darum besonders viele Kräfte zu sammeln und auf diesen Punkt zu konzentrieren, sondern es reicht aus die vorhandenen Kräfte einfach nur punktuell einzusetzen. Da alles irgendwie mit allem zusammen hängt, ergeben sich daraus gewisse Abhängigkeiten. Manche Stellen sind so genannte "Knotenpunkte", denen eine zentrale Bedeutung zukommt. Und den Hebel an solchen Knotenpunkten anzusetzen, ist die Voraussetzung für einen schnellen und effektiven Erfolg. Aber nicht nur bei "Gegnern" existieren solche Knotenpunkte, sondern auch bei "Freunden" und "Kunden". Diese Knotenpunkte zu erkennen und bewusst zu benutzen um den Kunden z.B. den größten Nutzen für ein aktuelles Problem zu liefern, schafft nicht nur Dankbarkeit, sondern auch einen höheren Betrag auf dem Bankkonto. Das KlebeKlebe-Prinzip Gib einem Kind ein Glas Nutella mit der Aufgabe, es soll ein Brot damit schmieren und es wird aussehen, als hätte es darin gebadet. Genauso als wenn du im Regen einen Waldspaziergang unternimmst. Du wirst aussehen wie eine durch den Wolf gedrehte Wildsau. Egal in welcher Umgebung wir uns bewegen oder leben, es bleibt immer etwas an uns kleben. Dieses ist fast so gültig wie ein Naturgesetz und hat jetzt nicht nur Nachteile, sondern wenn man es richtig betrachtet auch Vorteile. Seite 173