Download Untitled

Transcript
Ständig sind wir damit beschäftigt in allem einen Sinn suchen, und ihn fast Wahnhaft auch zu
finden. Ob er jetzt Sinn macht oder nicht ist vollkommen egal. Hauptsache man hat einen gefunden. (Sind so die Religionen entstanden?)
Hihi ... Saulustig diese Menschen...
Das 90:10 Prinzip
SO! Das 60:40 Prinzip haben wir schon lange. Das 80:20 Prinzip auch. Und jetzt auch noch das
90:10 Prinzip:
Dies besagt: Drückst du dich in einer Kommunikation, einem Vortrag oder ähnlichem 90%-ig richtig und korrekt aus, dann verstehen es nur 10% der Zuhörer. Vereinfachst du das Thema, dass es
nur noch 10%-ig korrekt, aber dafür anschaulich ist, dann kapieren es 90%.
Beachte dies, wenn du einem oder mehreren etwas erklären willst bzw. musst.
GummibandGummiband-Prinzip
Prinzip
Eines der lustigsten Effekte, die ich erfahren bzw. beobachten konnte ist der Effekt des Gummiband-Prinzips. Das die vitalen und psychologischen Bedürfnisse (z.B. Essen, Trinken, Schlaf, Sex,
Zuneigung, Geld, Friede, Wohnung usw...) ausreichend befriedigt werden müssen, damit man
sich wohl fühlt, habe ich in diversen anderen Artikeln ja schon ausreichend erörtert.
D.h. wenn man genau soviel von dem bekommt, was man haben möchte, dann ist die eigene persönliche Welt in Ordnung. Dieser Zustand ist fast so, als wenn die Dinge ruhig und friedlich an
unserem persönlichen Bedürfnis-Abstands-Gummiband hängen. Ein zu großer Abstand
(=Mangel) oder eine zu große Nähe (=unangenehmer Überfluss) erzeugen ein Störungsgefühl,
das uns handeln lässt, wenn es relativ groß wird.
Oft neigen viele Menschen dazu, dann übers Ziel hinaus zu schießen und der Spaß beginnt. So
möchte ich jetzt einmal den Zustand der Nähe bei Paaren, als praktisches Beispiel für diesen Effekt aufzeigen. Wenn sich z.B. aus beruflichen Gründen eine örtliche Trennung einstellt, dann genießt man erst einmal diese neu gewonnen Freiheit, bis zu einem gewissen Grade. Irgendwann
ist das Gummibad gespannt und man will seinen Partner wieder bei sich haben. Wenn er/sie
dann wieder zurückkommt, freut man sich und verbringt, je nach Spannung des Bandes, mehr oder weniger intensiv diese Nähe miteinander, bis das Bedürfnis nach Nähe wieder gestillt ist.
Danach geht man wieder auf den normalen Abstand und die Welt ist wieder in Ordnung.
Lustig wird es erst, wenn beide Partner unterschiedlich lange Gummis haben. Dem einen ist es
schon zu nah, und dem anderen zu locker. Oder nur ein unterschiedliches Timing besitzen. D.h.
der eine Partner ist schneller zufrieden als der andere. Dann beginnt der ultimative Spaß (für einen externen freien Beobachter). Wenn es einen jedoch selbst betrifft, dann hat man Stress pur.
Aber wer diesen Effekt kennt, kann sich ja darauf einstellen und entsprechend reagieren.
Das MöglichkeitenMöglichkeiten-Prinzip
Raucher sind genial. Sie wissen, dass das was sie tun gesundheitsschädlich ist, und sie tun es
trotzdem. Nun gut - es ist, wie es ist. Aber wenn du mit ihnen redest, tun sie so, als ob sie dies
bewusst steuern können. "Wenn ich wollte, dann könnte ich von jetzt auf gleich damit aufhören",
versichern sie im Brustton der eigenen Überzeugung. Und das lustige daran ist, sie glauben das
wirklich.
"Ich könnte ja, wenn ich wollte", ist die magische Phrase, die es leicht macht, manche Situationen
einfacher zu ertragen.
Auf der anderen Seite kenne ich aus den geselligen Männerunden den typischen Macho-Spruch
"Wenn ich gewollt hätte, dann hätte ich die Kleine abschleppen können." Aber sie haben es nicht
getan. Das Wissen, um die Möglichkeit hatte ihnen oft schon gereicht. Ob diese Möglichkeit jetzt
real oder nur eingebildet ist, hat dafür keine Bedeutung.
Seite 182