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Wenn die Marke nicht bekannt ist, bevorzugen Konsumenten im Blindtest „Pepsi“ vor „Coca-Cola“. Wenn die Marke aber bekannt ist kehrt sich diese Präferenz um. Die Ergebnisse dieser Studie werden auch durch die neurologische Forschung untermauert. Es zeigt sich, dass sich die neuronalen Erregungsmuster, welche den Konsumenten von „Coca-Cola“ mit und ohne Markenkenntnis begleiten, wesentlich unterscheiden. Dieses Ergebnis könnte dafür sprechen, dass durch das Wissen um die Marke und damit durch die Aktivierung des Erlebniswertes ein objektiv anderes Produkterleben erzeugt wird (McClure, Li, Tomlin, Cypert & Montague , 2004). 2.2.1.3 Mental Design Felser (2007) versteht unter „Mental Design“ die Absicht, ein Produkt nicht nur physisch, sondern auch mental, im Kopf der Konsumenten, zu gestalten. Mentale Gestaltung sollte zur Folge haben, dass ein Produkt ohne weitere physische Veränderung für die Konsumenten eine andere Qualität bekommt. Die für Mental Design verwendeten Mittel decken sich zum Teil mit denen, die man zum Aufbau einer Markenidentität einsetzt. Meyer-Hentschel (1996, S.59) beschreibt das Mental Design als ein „Instrument zur Feinsteuerung des Markenimages“. Diese Feinsteuerung sollte man nie aufgeben, auch nicht, wenn die Markenidentität schon besteht. Ohne Pflege eines Mental Designs könne auch jedes Markenprodukt sehr schnell wieder als austauschbar erlebt werden. Das physische Design ist ein wichtiger erster Schritt. Mit dessen Hilfe kann man bereits Assoziationen und Gedanken der Konsumenten lenken. Ein weiterer Schritt wäre die Personalisierung, womit man erreicht, dass ein Produkt einen Namen erhält. Ein Produkt würde dann beispielsweise nicht mehr „Uhr“ sondern „Swatch“ genannt. Eine weitere Verbesserung wäre es, wenn dem Produkt, wenn es sich von der Logik her anbietet, menschliche Merkmale hinzugefügt würden. 48